Unterstützung für Ärzte in der Corona-Krise

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Für Arztpraxen ist es mit großen Herausforderungen ver­bunden, ihre Patienten auch in der Corona-Pandemie kontinuierlich gut zu versorgen. Daher haben der Verband der Privaten Krankenversicherung (PKV) und die Bundesärztekammer (BÄK) eine Sondervergütung für Ärzte vereinbart. Diese dient als eine Hygienepauschale und ist eine Reaktion auf den erhöhten Aufwand der Praxen durch die notwendigen außerordentlichen Hygienemaßnahmen.

Rückwirkend ab 5. Mai 2020 können Ärzte in der ambulanten Versorgung für jeden unmittelbaren Arzt-Patientenkontakt einen Betrag in Höhe von 14,75 Euro (analog Nr. 245 GOÄ zum 2,3-fachen Satz) abrechnen. Damit erhalten sie für ihren Mehraufwand eine ähnliche Extravergütung wie Zahnärzte. Weitere Informationen zu den Abrechnungsmodalitäten erhalten Ärzte auf der Internetseite der Bundesärztekammer.

Die Abrechnungsempfehlung gilt zunächst befristet bis zum 31. Juli 2020. 

Bei stationärer Behandlung kann die vereinbarte Hygienepauschale nicht für ärztliche Leistungen abgerechnet werden. Hintergrund ist, dass im Krankenhausentgeltgesetz (KHG) bereits Ausgleichszahlungen aufgrund von Sonderbelastungen durch das neuartige Coronavirus festgelegt wurden. Diese Regelung gilt für alle Krankenhäuser, die für die Behandlung von gesetzlich Versicherten zugelassen sind.

Privatversicherte sollten ihre Arztbesuche daher nicht aus Sorge vor Ansteckungen aufschieben oder absagen. Gerade Patienten mit chronischen Erkrankungen benötigen die regelmäßige ärztliche Betreuung, sonst erhöhen sie ihre gesundheitlichen Risiken. Patienten mit akuten Beschwerden sollten die ärztliche Untersuchung keinesfalls hinauszögern. Auch wichtige Vorsorgeuntersuchungen sollten nicht lange aufgeschoben werden, weil zu spät entdeckte Krankheiten umso schwerer zu bewältigen sind und zu dauerhaften gesundheitlichen Schäden führen können. 

Mai 2020

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