Darmkrebsvorsorge in der PKV

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Darmkrebs zählt bei Frauen wie Männern zu den häufigsten Krebsarten. Während das Erkrankungsrisiko in jungen Jahren noch sehr gering ist, steigt es ab etwa 50 Jahre an. Ebenso nimmt das Risiko zu, dass die erkrankte Person verstirbt. Beides trifft auf Männer stärker als auf Frauen zu.

Darmkrebsrisiko bei Frauen
AlterAnzahl der Frauen, die in den nächsten
10 Jahren an Darmkrebs
erkrankensterben
505 von 1.0001 von 1.000
558 von 1.0002 von 1.000
6010 von 1.0003 von 1.000
6514 von 1.0005 von 1.000
Darmkrebsrisiko bei Männern
Alter

Anzahl der Männer, die in den nächsten
10 Jahren an Darmkrebs

 erkrankensterben
507 von 1.0002 von 1.000
5513 von 1.0004 von 1.000
6018 von 1.0006 von 1.000
6524 von 1.0009 von 1.000

Vorsorgeuntersuchungen sind fester Leistungsbestandteil

Die gute Nachricht ist: Darmkrebs lässt sich früh erkennen. Seit Jahren schon gehören entsprechende Vorsorgeuntersuchungen zum Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenkassen – und auch der privaten Krankenversicherung. Denn die Private Krankenversicherung erstattet gemäß den Musterbedingungen gezielte Vorsorgeuntersuchungen nach gesetzlich eingeführten Programmen.

Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) hat nun das bestehende Früherkennungsangebot weiterentwickelt. Es umfasst die folgenden Untersuchungen:

  • jährlicher Stuhltest für Frauen und Männer von 50 bis 54 Jahren
  • alle 2 Jahre Stuhltest für Frauen und Männer ab 55 Jahre – wenn noch keine Darmspiegelung erfolgt ist
  • 2 Darmspiegelungen (Koloskopien) für Frauen ab 55 Jahre – mit einem Mindestabstand von 10 Jahren
  • 2 Darmspiegelungen (Koloskopien) für Männer ab 50 Jahre – mit einem Mindestabstand von 10 Jahren

    Erfolgt die erste Darmspiegelung ab 65 Jahre, besteht kein Anspruch auf eine zweite. Mit zunehmendem Alter steigt das Risiko für Komplikationen.
    Bei auffälligen Stuhltests wird eine Darmspiegelung zur Abklärung durchgeführt.

Die Vorsorgeuntersuchungen sind ein Angebot für alle privat und gesetzlich Versicherten, finanziert von ihren Versicherungen. Die Teilnahme wird wärmstens empfohlen, ist jedoch nicht verpflichtend.

Umfassende Informationen zum Darmkrebs und zu den Früherkennungsmaßnahmen stellt das IQWiG (Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen) hier zur Verfügung.

April 2019

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