Bundesweiter Aktionstag: Augenmerk auf pflegende Angehörige

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Finanzielle Nachteile, Verlust der sozialen Einbindung – das droht nicht nur Pflegebedürftigen, sondern vielfach auch ihren Angehörigen. Dennoch kümmern sich Millionen Menschen in Deutschland täglich um Mutter, Vater, Ehepartner, Kinder, Schwiegereltern, … Auf sie und ihren Einsatz soll der Aktionstag Pflegende Angehörige jährlich am 8. September hinweisen.

Die meisten Menschen werden zu Hause gepflegt

Mehr als die Hälfte der 3,41 Millionen Pflegebedürftigen wurde 2017 zu Hause allein durch Angehörige gepflegt. Zu diesen 1,76 Millionen kamen weitere 0,83 Millionen Pflegebedürftige hinzu, deren Pflege teilweise oder vollständig ambulante Pflegedienste übernahmen. Damit wurden rund drei Viertel aller Pflegebedürftigen zu Hause versorgt (76 Prozent bzw. 2,59 Millionen). Das meldete das Statistische Bundesamt anlässlich des Aktionstages.

Die pflegenden Angehörigen haben eine große Last zu schultern: In der Regel müssen sie ohne Vorkenntnisse mit neuen Aufgaben und Herausforderungen zurechtkommen. Sie müssen die richtigen „Handgriffe“ kennen und mit mental schwierigen Situationen umgehen. Zudem müssen sie wissen, wo und welche Hilfe sie zu ihrer Entlastung erhalten können.

Hilfe für pflegende Angehörige

Deshalb hat der Gesetzgeber eine regelmäßige Beratung für Pflegebedürftige und ihre Angehörigen vorgesehen. Für die privat Pflegeversicherten hat die compass private pflegeberatung diese Aufgabe übernommen. Sie ist an sechs Tagen in der Woche unter der kostenlosen Rufnummer 0800 - 101 88 00 erreichbar. Im Internet stellt compass Artikel und Videobeiträge rund um die Beratung und Ansprüche der Pflegebedürftigen und ihrer Angehörigen zur Verfügung.

Weitere hochwertige Informationsmöglichkeiten bietet das Zentrum für Qualität in der Pflege (ZQP). Hier finden Interessierte ebenso praktische Tipps zur Pflege wie auch Hinweise, woran man einen guten Pflegedienst oder das richtige Pflegeheim erkennt.

September 2019

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