Glossar

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Zahnarzt/Zahnärztin

Zahnarzt/Zahnärztin ist die Berufsbezeichnung für diejenigen, die durch staatliche Erlaubnis (Approbation) zur Ausübung des zahnmedizinischen Berufs berechtigt sind. Voraussetzung für die Approbation ist ein zahnmedizinisches Studium sowie das Bestehen aller Prüfungen. Eine kodifizierte Weiterbildung berechtigt den Zahnarzt zum Führen von Gebietsbezeichnungen:

Das Gebiet der Kieferorthopädie umfasst die Erkennung, Prophylaxe und Behandlung von Zahnfehlstellungen, Kieferanomalien und die damit in Zusammenhang stehenden Funktionsstörungen. Therapeutische Hilfsmittel sind u. a. herausnehmbare oder festsitzende Apparaturen (z. B. Spangen zum Verschieben der Zähne in eine geeignetere Position).

Die Parodontologie beinhaltet Prävention, Diagnostik und Therapie von Erkrankungen des Zahnhalteapparates. Die Gebietsbezeichnung gibt es nicht bundesweit, sondern nur in einigen Bundesländern.

Die Gebietsbezeichnung auf dem Gebiet der Zahnärztlichen Chirurgie/Oralchirurgie lautet „Oralchirurgie“. Das Gebiet beschäftigt sich mit chirurgischen Eingriffen in der Mundhöhle. Hierzu zählen das Entfernen von Zähnen und Wurzeln, von Zysten und Tumoren, die Wundversorgung sowie die Korrektur von Verrenkungen und Brüchen des Kiefers.

Darüber hinaus können sich Zahnärzte z. B. in Tätigkeitsschwerpunkten wie Kinderzahnheilkunde, Implantologie (Einsetzung künstlicher Zahnwurzeln) oder Endodontie (Wurzelkanalbehandlung) weiterbilden.

Zehn-Prozent-Zuschlag

Die Kalkulation eines Tarifs muss immer auf der Grundlage empirischer Daten die Realität abbilden. Treten z.B. Kostensteigerungen durch den medizinischen Fortschritt auf, muss nachkalkuliert werden zur Deckung der erhöhten Ausgaben und zur Nachfinanzierung der Alterungsrückstellungen.

Um Beitragssteigerungen im Alter zu verringern, wurde zum 1. Januar 2000 in der Privaten Krankenvollversicherung per Gesetz ein Zehn-Prozent-Zuschlag auf den Beitrag eingeführt. Dieser Zuschlag wird in der Regel von vollversicherten Personen bis zum 60. Lebensjahr bezahlt. Die verzinslich angelegten Beträge kommen den Versicherten nach Vollendung des 65. Lebensjahres zugute, sie werden ohne Abzug etwaiger Kosten zur Beitragsstabilisierung verwendet.