Patientenrechte bei Heilpraktikern, Heilmittelerbringern und Psychologischen Psychotherapeuten

Leistungsanspruch bei Heilmittel

Zum Versicherungsschutz gehören selbstverständlich auch Heilmittel. Sie können daher im tariflichen Umfang die Leistungen von Physiotherapeuten, Logopäden, Ergotherapeuten oder Podologen (Heilmittelerbringer) in Anspruch nehmen.

Soweit Ihr Tarif nichts anderes vorsieht, können Sie Heilpraktiker im Sinne des deutschen Heilpraktikergesetzes in Anspruch nehmen. Geleistet wird dabei auch für wissenschaftlich nicht allgemein anerkannte Methoden, soweit diese sich in der Praxis als ebenso Erfolg versprechend bewährt haben. Bitte beachten Sie, dass es keine gesetzlich geregelte Ausbildung von Heilpraktikern und keine einheitliche Prüfungsordnung oder Ähnliches gibt.

Psychotherapeutische Leistungen durch Psychologische Psychotherapeuten (auch ärztliche Psychotherapeuten) sind stark abhängig vom gewählten Tarif, bis hin zum Verzicht auf entsprechende Leistungen.

Behandlungsvertrag

Auch bei nicht ärztlichen Gesundheitsberufen schließt der Patient mit dem Leistungserbringer einen Behandlungsvertrag. Er wird wie alle übrigen Verträge durch zwei übereinstimmende Willenserklärungen abgeschlossen. Er kommt durch eine Terminanfrage (auch telefonisch) und einer entsprechenden Terminzuweisung oder durch das Betreten der Praxis und das Aufsuchen des Behandlungstermins zustande. Dieser Vertrag wird also mit Beginn oder Übernahme der Behandlung stillschweigend, auch ohne schriftliche Form, geschlossen. Bei einem Behandlungsvertrag handelt es sich um einen so genannten Dienstvertrag, bei dem eine Behandlung, nicht aber ein Behandlungserfolg zugesichert wird.

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