Zum Weltkrebstag: Mehr Informationen gefordert

Beim diesjährigen Weltkrebstag am 4. Februar 2019 stehen die Prävention und die Früherkennung im Vordergrund. Die Welt-Krebsorganisation (UICC) hat dazu aufgerufen, sich an der Verbreitung von Informationen zu diesem Thema zu beteiligen. So bietet die Deutsche Krebshilfe Broschüren und Flyer zu allgemeinen und speziellen Fragen an.

Nach den Herz-Kreislauf-Erkrankungen ist Krebs in Deutschland die zweithäufigste Todesursache. Ein Viertel aller Verstorbenen erlagen 2016 einem Krebsleiden, 125.128 Männer und 105.597 Frauen. Während bei Männern Lungen- und Bronchialkrebs die am häufigsten diagnostizierte Krebsart war, war bei Frauen Brustkrebs die häufigste Krebserkrankung mit Todesfolge. Insgesamt starben in dem Jahr 18.570 Frauen an Brustkrebs. Prävention und Früherkennung von Krebs sind deshalb von besonderer Bedeutung. Gerade bei Brustkrebs gibt es hierzu ein gutes Angebot: Neben den üblichen Vorsorgeuntersuchungen können Frauen zwischen 50 und 69 Jahren alle 2 Jahre ein Mammographie-Screening durchführen lassen.

Informationen zu Eierstockkrebs-Früherkennung mittels Ultraschalluntersuchung

Auch die Stiftung Gesundheitswissen hat nun erste Informationen zu Krebs aufbereitet, konkret zu Eierstockkrebs. „Die Tatsache, dass Eierstockkrebs verglichen mit anderen Krebserkrankungen zwar selten vorkommt, aber dennoch viele Frauen daran versterben, führt unweigerlich zu einer gewissen Verunsicherung“ (Dr. Ralf Suhr, Vorstandsvorsitzender der Stiftung Gesundheitswissen). Deshalb erläutern die Experten Hintergrundwissen, Entstehung und Verlauf, Diagnose und Therapie der Krebsart. Gemäß ihrem Selbstverständnis vermittelt die Stiftung wissenschaftlich fundiertes Wissen leicht verständlich über strukturierte Texte und ein Video.

Wie funktionieren die Eierstöcke? | Stiftung Gesundheitswissen

Die Bundesregierung hat übrigens eine Woche vor dem Weltkrebstag die Forschungsstrategie „Nationale Dekade gegen Krebs“ auf den Weg gebracht. Neben dem Bundesministerium für Bildung und Forschung und dem Bundesgesundheitsministerium sind Partner aus Forschung, Versorgung und Selbsthilfe beteiligt. Das Ziel der Initiative: In den kommenden zehn Jahren sollen Forschungsprojekte die Krebsvorsorge sowie die Heilungschancen und Lebensqualität der Betroffenen verbessern. Die einzelnen Handlungsfelder haben die Mitglieder des Strategiekreises in einer Gemeinsamen Erklärung festgehalten.

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