Allgemeine Krankenhausleistungen

In öffentlichen Krankenhäusern wird bei der Vergütung für allgemeine Krankenhausleistungen danach differenziert, ob eine somatische (d. h. rein körperliche) Behandlung vorliegt oder eine psychosomatische/psychiatrische Behandlung, die auch oder ausschließlich auf seelische Leiden abzielt.

Die Vergütung somatischer Behandlungen erfolgt seit dem Jahr 2004 bundesweit verbindlich in allen Krankenhäusern über diagnoseorientierte Fallpauschalen, die DRG (Diagnosis Related Groups). DRG ordnen Patienten und deren Behandlung bestimmten Diagnosen und Prozeduren mit ähnlichen Kosten zu. Mit den DRG werden grundsätzlich sämtliche Leistungen vergütet, die mit der medizinisch notwendigen Behandlung zusammenhängen. Das sind insbesondere ärztliche Leistungen, Pflege, Unterbringung und Verpflegung. Ab dem Jahr 2020 werden allerdings die Kosten des Pflegepersonals aus den DRG ausgegliedert.

In psychiatrischen und psychosomatischen Einrichtungen gelten ab 2019 verbindlich die sogenannten PEPP-Entgelte, die ein einheitliches leistungsorientiertes, tagesbezogenes Entgeltsystem darstellen.

In unserer Krankenhaussuche werden Sie bei der Auswahl des entsprechenden Krankenhauses über zu zahlende Preise informiert. Dabei werden nicht in jedem Bundesland identische Preise gezahlt. Bitte beachten Sie zusätzlich: Je Krankenhaus kann es Zuschläge oder Abschläge geben, z. B. für die Finanzierung von Ausbildungsprogrammen. Diese werden auf der Rechnung der Allgemeinen Krankenhausleistungen entsprechend gekennzeichnet.

Reine Privatkliniken unterliegen dagegen nicht diesen Abrechnungsregelungen. (Näheres zum Thema Privatkliniken erfahren Sie im Ratgeber Privatkliniken).

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