Weltkrebstag 2020: "Ich bin und ich werde"

© Union for International Cancer Control (UICC), worldcancerday.org

Quelle: www.krebsinformationsdienst.de/aktuelles/2020/news007-weltkrebstag-2020.php
© 2020 Krebsinformationsdienst, Deutsches Krebsforschungszentrum
0800–420 30 40 oder krebsinformationsdienst@dkfz.de
© Union for International Cancer Control (UICC), worldcancerday.org

Quelle: www.krebsinformationsdienst.de/aktuelles/2020/news007-weltkrebstag-2020.php
© 2020 Krebsinformationsdienst, Deutsches Krebsforschungszentrum
0800–420 30 40 oder krebsinformationsdienst@dkfz.de
 

© Union for International Cancer Control (UICC), worldcancerday.org

Die Zahl der Krebserkrankungen wird steigen, bis 2040 weltweit um fast 100 Prozent. So lautet die aktuelle Prognose der Weltgesundheitsorganisation (WHO). In Deutschland rechnet man für die nächsten 20 Jahre mit einer Zunahme der Neuerkrankungen von derzeit 500.000 auf ca. 600.000 pro Jahr. Gegenwärtig überleben hier 65 Prozent der an Krebs erkrankten Menschen für mindestens fünf Jahre. Damit steht Deutschland vergleichsweise gut da.

Zugleich darf man nicht übersehen: Laut Robert Koch-Institut erkranken hierzulande fast 43 Prozent der Frauen und 48 Prozent der Männer im Laufe ihres Lebens an Krebs. Nahezu 40 Prozent der Krebserkrankungen ließen sich vermutlich verhindern, so der Vorstandsvorsitzende des Deutschen Krebsforschungszentrums, Prof. Michael Baumann: dabei helfe schon eine gesunde Lebensweise (Ernährung, körperliche Aktivität, Körpergewicht, Rauchverzicht, …).

Der Weltkrebstag ruft zum Engagement gegen Krebs auf. In diesem Jahr sollen wir alle darüber nachdenken, wer wir sind – und was wir selbst dazu beitragen können, den Krebs zu bekämpfen. Deshalb lautet das diesjährige Motto des Weltkrebstages: „Ich bin und ich werde“. Jeder ist aufgerufen mitzumachen.

Ich bin: Der Verband der Privaten Krankenversicherung vertritt und fördert die allgemeinen Interessen der Privaten Krankenversicherung – der Unternehmen und auch ihrer Versicherten. Er entscheidet nicht über die Tarifgestaltung oder den Leistungsumfang der einzelnen Versicherer. Aber er kann z. B. Rahmenbedingungen schaffen, die eine bessere Versorgung der Versicherten ermöglichen.

PKV-Verband schließt Rahmenverträge zur besseren Krebsfrüherkennung

Ich werde: Schon 2006 hat der PKV-Verband eine erste Rahmenvereinbarung zur Krebsfrüherkennung getroffen. Dieser Vereinbarung mit dem Universitätsklinikum Köln zur Risikofeststellung und Beratung, Gendiagnostik und Früherkennungsmaßnahmen für Brust- und/oder Eierstockkrebs bei Ratsuchenden mit familiärer Belastung haben sich mittlerweile 17 weitere universitäre Zentren angeschlossen. Frauen und Männer, deren private Krankenversicherung der Vereinbarung beigetreten sind, werden umfassend betreut und beraten. Eine weitere Rahmenvereinbarung hat der PKV-Verband mit dem Universitätsklinikum Bonn geschlossen: über die „Risikofeststellung, interdisziplinäre Beratung und Gendiagnostik von Ratsuchenden mit Verdacht auf familiären bzw. erblichen Darmkrebs“.

Darmkrebs und Brustkrebs gehören zu den Krebsarten, die in Deutschland am häufigsten auftreten. Grundsätzlich werden prädiktive Gentests, also Gentests an gesunden Versicherten, nicht von der PKV erstattet. Die Rahmenvereinbarungen des PKV-Verbandes ermöglichen hiervon eine Ausnahme. Bestätigt der Gentest ein erhöhtes Risiko, können die Patientinnen und Patienten engmaschigere Früherkennungsmaßnahmen nutzen. Dadurch werden die Heilungschancen bei Ausbruch der Erkrankung erhöht.

Eine bessere interdisziplinäre Versorgung von Versicherten mit bereits ausgebrochener Lungenkrebs-Erkrankung ermöglicht der PKV-Verband zudem mit einer Rahmenvereinbarung über die „Implementierung von molekularer Diagnostik und personalisierter Therapie bei Lungenkrebs im Netzwerk Genomische Medizin“. Vertragspartner ist auch hier das Universitätsklinikum Köln.

Der PKV-Verband setzt sich auch weiterhin dafür ein, dass die Bekämpfung von Krebs Erfolg hat. Seine Rahmenvereinbarungen sind Angebote an die privaten Krankenversicherungsunternehmen. Wenn Sie wissen möchten, ob Ihre PKV beigetreten ist, wenden Sie sich bitte an Ihre dortigen Ansprechpartner.

Februar 2020

  • print
  • Mail