PKV-Verbandsdirektor: Fragen zur PKV in Zeiten von Corona

Dr. Florian Reuther, PKV-Verbandsdirektor

Gegenwärtig erreichen den Verband der Privaten Krankenversicherung (PKV-Verband) viele Fragen, wie es um den Schutz der Privatversicherten bestellt ist. Der Direktor des PKV-Verbandes, Dr. Florian Reuther, hat nun Antworten auf die wichtigsten Fragen gegeben.

PKV-Beiträge während und nach Corona

Insbesondere Selbstständige können gegenwärtig in die Situation kommen, dass sie ihren Lebensunterhalt kaum noch bestreiten können. Auch jetzt gilt wie schon bisher in Notlagen: Kontaktieren Sie Ihren Versicherer! Gemeinsam können Sie nach Lösungen suchen und auch eine Stundung oder Teilzahlung Ihrer Beiträge abstimmen. Durch das Corona-Gesetzespaket haben sie bis Ende Juni ein Leistungsverweigerungsrecht, so dass Sie unter den gegebenen Bedingungen einen außerordentlichen Anspruch auf Stundung der Beitragszahlungen haben.

Welche finanziellen Aufwendungen zur Bewältigung der Corona-Krise letztlich notwendig sein werden, kann momentan niemand vorhersagen. Aber zurzeit muss niemand große Beitragssprünge befürchten. Nach bisherigen Erfahrungen mit großen Grippewellen, SARS etc. wirken sich Epidemien kaum auf die PKV-Beiträge aus. Dazu trägt auch bei, dass es in der PKV-Kalkulation einen Sicherheitszuschlag für solche unvorhersehbaren Ereignisse gibt.

Wichtig ist, dass die Verbreitung des Corona-Virus eingedämmt wird und die Versorgung der Kranken gewährleistet ist. Die PKV trägt dazu bei, indem sie sich an den Mehrkosten der Krankenhäuser und Pflegeeinrichtungen mit 290 Millionen Euro beteiligt.

Das gesamte Interview mit Dr. Florian Reuther finden Sie hier.

April 2020

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