Pflegezusatzversicherung: Umfrage zeigt große Unsicherheit

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Das Institut für Demoskopie Allensbach (IfD Allensbach) hat Personen ab 16 Jahren zum Thema Pflegepflicht- und Pflegezusatzversicherung befragt. Die Ergebnisse zeigen einerseits große Besorgnis, andererseits aber auch vielfach Unkenntnis.

Deutsche gehen von steigenden Pflegekosten aus

Knapp 90 Prozent der über 16-Jährigen rechnen in den nächsten Jahren mit einem Anstieg der Pflegekosten. Mehr als die Hälfte befürchten sogar einen starken Anstieg und wissen zudem, dass die staatliche Pflegeversicherung gegenwärtig nur einen kleinen Teil der Kosten deckt.

Pflegezusatzversicherung – wichtig, aber keine Option?

Fast 50 Prozent der Befragten machen sich Sorgen, für den Pflegefall nicht ausreichend abgesichert zu sein. Diese Befürchtung steigt zwar mit zunehmendem Alter, doch bereits bei den 30- bis 44-Jährigen liegt die Quote bei 39 Prozent.

Etwa jeder Fünfte hat angegeben, eine Zusatzversicherung für den Pflegefall zu haben. Von den Befragten ohne Zusatzversicherung halten nur 10 Prozent eine solche Vorsorge nicht für notwendig. Nahezu jeder Dritte hat sich mit dieser Frage noch nicht befasst. Jeder Zweite aber hält die erforderlichen Ausgaben für zu hoch.

Dabei zeigt sich: Die meisten Menschen (fast 60 Prozent) wissen gar nicht, wie viel sie für eine Pflegezusatzversicherung bezahlen müssten. Etwa jeder Vierte rechnet mit einem Beitrag von über 100 oder sogar 200 Euro im Monat. Eine pauschale Antwort auf die Beitragsfrage ist zwar nicht möglich. Aber grundsätzlich gilt: Wer beizeiten eine Zusatzversicherung abschließt, der liegt weit unter einem dreistelligen Betrag. Und auch wer später dran ist, hat eine gute Alternative: Die staatlich geförderte Pflegezusatzversicherung ist für jeden erschwinglich.

Wer eine ungefähre Vorstellung davon bekommen möchte, wie hoch der eigene Beitrag zur Pflegezusatzversicherung ausfallen könnte, wird im Internet fündig: Verschiedene private Versicherungsunternehmen bieten Beitragsrechner an, bei denen keine persönlichen Daten außer dem Geburtsjahr angegeben werden müssen.

Juni 2019

 

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