„Corona-Zuschlag“ für Zahnärzte

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Ebenso wie die Ärzteschaft dürfen auch Zahnärztinnen und Zahnärzte eine sogenannte Corona-Hygiene-Pauschale abrechnen. Die Bundeszahn­ärztekammer (BZÄK), die Beihilfe und der Verband der Privaten Krankenver­sicherung (PKV) haben sich in ihrem Beratungsforum für Gebührenfragen bereits im April 2020 auf einen Zuschlag verständigt. Die PKV reagiert damit auf die immensen Anforderungen, die die Corona-Pandemie auch an die Zahnarztpraxen stellt, zum Beispiel bei der Beschaffung von Schutzkleidung und der Einhaltung nochmals erhöhter Hygienestandards.

Corona-Hygiene-Pauschale befristet bis Ende September 2021

Die schnelle und unbürokratische Hilfe ist auf der Zahnarztrechnung als Nr. 3010 der Gebührenordnung für Zahnärzte (GOZ) angezeigt, zusätzlich versehen mit dem Buchstaben a und dem Hinweis "erhöhter Hygieneaufwand". Bis zum 30. September 2020 konnte die Gebührenziffer mit dem 2,3-fachen Satz abgerechnet werden, so dass die Zahnärzte eine Pauschale von 14,23 Euro erhielten. Seit Oktober 2020 bis zum 30. September 2021 erfolgt die Abrechnung zum 1-fachen Satz: 6,19 Euro.

Wenn Sie im genannten Zeitraum zum Zahnarzt gehen und Ihre Rechnung die Corona-Hygiene-Pauschale beinhaltet, ist dies also korrekt. Ihr PKV-Unternehmen wird Ihnen den Zuschlag entsprechend den sonstigen Tarifbedingungen anstandslos erstatten. Dies gilt auch für die Behandlung durch Mund-Kiefer-Gesichtschirurgen und Kieferorthopäden in ambulanten Praxen und zugelassenen Medizinischen Versorgungszentren.

Lösung im Sinne der Patienten

Das Beratungsforum für Gebührenordnungsfragen von BZÄK und PKV-Verband sowie den Beihilfestellen von Bund und Ländern diskutiert Fragen der grundsätz­lichen Auslegung der GOZ, der Qualitätssicherung sowie der Leistungsdefinitionen. Dabei suchen die Experten nach einvernehmlichen Lösungen im Sinne der Patienten und Versicherten.

Stand: Juni 2021

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