Zahnärzte erhalten „Corona-Zuschlag“ auch im 1. Quartal 2022

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Ebenso wie Ihre Ärztinnen und Ärzte darf auch Ihr Zahnarzt oder Ihre Zahnärztin eine sogenannte Corona-Hygienepauschale abrechnen. Die Bundeszahnärztekammer (BZÄK), die Beihilfe und der Verband der Privaten Krankenversicherung (PKV) hatten sich bereits im April 2020 in ihrem Beratungsforum für Gebührenfragen auf eine solche Sondervergütung verständigt. Die PKV reagierte damit auf die immensen Anforderungen, die die Corona-Pandemie auch an die Zahnarztpraxen stellt.

Hygienepauschale bei Zahnbehandlung und ärztlicher Behandlung nun gleich

Bei Zahnbehandlungen kann zwischen dem 1. Januar und 31. März 2022 mit dem Hinweis „erhöhter Hygieneaufwand“ die Nr. 383 GOÄ analog abgerechnet werden. Je Sitzung kann Ihre Zahnärztin oder Zahnarzt den 2,3-fachen Satz dieser Nummer ansetzen und damit pauschal 4,02 Euro. Das Gleiche gilt für ambulante ärztliche Behandlungen.

Hatten Sie 2020 oder 2021 eine Zahnbehandlung, werden Sie auf Ihrer Rechnung zum selben Zweck keine Position der Gebührenordnung für Ärzte, sondern der Gebührenordnung für Zahnärzte finden: die Nr. 3010 GOZ analog. Bis zum 30. September 2020 galt der 2,3-fache Satz als Hygienepauschale (14,23 Euro), ab Oktober 2020 bis Ende 2021 der 1-fache Satz (6,19 Euro).

Diese Regelungen gelten auch für die Behandlung durch Mund-Kiefer-Gesichtschirurgen und Kieferorthopäden in ambulanten Praxen und zugelassenen Medizinischen Versorgungszentren. Ihr PKV-Unternehmen wird Ihnen den Zuschlag entsprechend den sonstigen Tarifbedingungen anstandslos erstatten.

Lösung im Sinne der Patienten

Das Beratungsforum für Gebührenordnungsfragen von BZÄK und PKV-Verband sowie den Beihilfestellen von Bund und Ländern diskutiert Fragen der grundsätzlichen Auslegung der GOZ, der Qualitätssicherung sowie der Leistungsdefinitionen. Dabei suchen die Expertinnen und Experten nach einvernehmlichen Lösungen im Sinne der Patientinnen, Patienten und Versicherten. Erfahren Sie mehr über das GOZ-Beratungsforum.

Dezember 2021

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