Im März über Darmkrebs nachdenken

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Der Monat März steht im Zeichen der Darmkrebs-Vorsorge: Jedes Jahr aufs Neue bemüht sich ein Bündnis aus Felix Burda Stiftung, der Stiftung LebensBlicke und dem Netzwerk gegen Darmkrebs, die Sensibilität für das Thema zu schärfen und damit Leben zu retten.

Fast 60.000 Menschen erkranken in Deutschland pro Jahr an Darmkrebs. Mehr als 24.000 Deutsche sterben jährlich an den Folgen einer Darmkrebs-Erkrankung. Damit führt die Erkrankung – je nach Geschlecht – am zweit- bis dritthäufigsten zu Todesfällen durch Krebs. Bei Männern ist es die zweithäufigste Todesursache, bei Frauen die dritthäufigste.

Anders als oft vermutet tritt Darmkrebs nicht in jedem Fall erst im hohen Alter auf. Zudem verläuft die Erkrankung lange Zeit ohne Beschwerden und bleibt daher häufig unentdeckt.

Dabei lässt sich Darmkrebs schon früh diagnostizieren. Und je früher die Diagnose, desto besser die Heilungschancen: Sie können nach Angaben der Felix Burda Stiftung bei über 90 Prozent liegen. „Nutzen Sie die Früherkennungsangebote“, appelliert daher die Patientenbeauftragte der Bundesregierung, Claudia Schmidtke, an die Bevölkerung.

PKV erstattet Darmkrebsvorsorge

Diese Vorsorgeuntersuchungen gehören schon seit Jahren zum Leistungskatalog der Gesetzlichen und Privaten Krankenversicherung. Denn die PKV erstattet gemäß ihren Musterbedingungen Vorsorgeuntersuchungen nach gesetzlich eingeführten Programmen.

Diese empfehlen für Männer ab 50 Jahren und Frauen ab 55 Jahren insgesamt zwei Vorsorge-Darmspiegelungen in einem Mindestabstand von zehn Jahren. Alternativ können beide Geschlechter ab einem Alter von 50 Jahren einmal im Jahr, bzw. ab 55 Lebensjahren dann alle zwei Jahre einen Stuhltest durchführen lassen. Dieser Test erkennt okkultes (= verborgenes) Blut im Darm, was ein Anzeichen für Darmkrebs sein kann.

„Da der Darmkrebs in den frühen Stadien häufig keine Symptome versursacht, ist es wichtig, sich mit diesen Früherkennungsangeboten in jedem Fall auseinanderzusetzen und diese auch zu nutzen“, betont Schmidtke.

Weitere Informationen zum Darmkrebs und zu den Früherkennungsmaßnahmen stellt das IQWiG (Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen) zur Verfügung. Auch der Krebsinformationsdienst am Deutschen Krebsforschungszentrum informiert zum Thema.

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