Hygienepauschale: Corona-Sondervergütung für Ärzte

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Um ihre Patientinnen und Patienten auch während der Corona-Pandemie gut versorgen zu können, müssen Arztpraxen neue Herausforderungen bewältigen. Dazu gehören unter anderem außerordentliche Hygienemaßnahmen. Der Verband der Privaten Krankenversicherung (PKV) und die Bundesärztekammer (BÄK) haben deshalb bereits im Mai eine Sondervergütung für Ärzte vereinbart.

Bis zum 30. September 2020 können Ärztinnen und Ärzte in der ambulanten Versorgung für jeden unmittelbaren Arzt-Patientenkontakt eine Hygienepauschale in Höhe von 14,75 Euro (analog Nr. 245 GOÄ zum 2,3-fachen Satz) abrechnen. Damit erhalten sie für ihren Mehraufwand eine ähnliche Extravergütung wie Zahnärzte. Weitere Informationen zu den Abrechnungsmodalitäten erhalten Ärzte auf der Internetseite der Bundesärztekammer. Die vereinbarten Sondervergütungen im Zusammenhang mit der Corona-Epidemie gelten rückwirkend zum 9. April 2020.

Bei stationärer Behandlung kann die vereinbarte Hygienepauschale nicht für ärztliche Leistungen abgerechnet werden. Hintergrund ist, dass im Krankenhausentgeltgesetz (KHG) bereits Ausgleichszahlungen aufgrund von Sonderbelastungen durch das neuartige Coronavirus festgelegt wurden. Diese Regelung gilt für alle Krankenhäuser, die für die Behandlung von gesetzlich Versicherten zugelassen sind.

Privatversicherte sollten ihre Arztbesuche nicht aus Sorge vor Ansteckungen aufschieben oder absagen. Gerade Patienten mit chronischen Erkrankungen benötigen die regelmäßige ärztliche Betreuung, sonst erhöhen sie ihre gesundheitlichen Risiken. Patienten mit akuten Beschwerden sollten die ärztliche Untersuchung keinesfalls hinauszögern. Auch wichtige Vorsorgeuntersuchungen sollten nicht lange aufgeschoben werden, weil zu spät entdeckte Krankheiten umso schwerer zu bewältigen sind und zu dauerhaften gesundheitlichen Schäden führen können.

Update: 27. Juli 2020

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