Gehen Sie zum Arzt – aber richtig

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Laut einer Umfrage des INSA-Instituts halten rund 24 Prozent der chronisch Erkrankten in Deutschland die Ansteckungsgefahr in Arztpraxen für so hoch, dass sie schon mindestens einen vereinbarten Termin abgesagt haben. Bei Menschen ohne chronische Erkrankung scheint die Angst vor einer Ansteckung zwar geringer zu sein; doch auch von ihnen haben 12 Prozent Arzttermine nicht wahrgenommen.

Arztbesuche sollten jedoch keineswegs aufgeschoben werden. Neben Corona gibt es andere ernsthafte gesundheitliche Risiken für chronisch Erkrankte – und diese erhöhen sich, wenn die medizinische Betreuung nicht kontinuierlich ist. Im Rahmen der PKV-Kampagne „Arzt-Termine wahrnehmen“ lassen wir deshalb in Interviews auf derprivatpatient.de Mediziner zu Wort kommen, die diese Risiken erläutern. Erste Gesprächspartner sind Prof. Gallwitz von der Deutschen Diabetes Gesellschaft, und Dr. Susanne Weg-Remers vom Deutschen Krebsforschungszentrum (DKFZ).

Auch wenn Sie zu den überwiegend Gesunden zählen, sollten Sie bei akuten Beschwerden und anstehenden Vorsorgeuntersuchungen nicht zögern, eine Arztpraxis aufzusuchen. Schließlich können zu spät entdeckte und behandelte Erkrankungen schwerwiegender sein und sogar zu dauerhaften Schäden führen.

Tipps für besseres Verstehen und Erinnern der Arztinformationen

Damit eine Behandlung erfolgreich ist und Sie sich gesundheitsfördernd verhalten können, sollten Sie sich an das halten, was Ihre Ärztin oder Ihr Arzt Ihnen gesagt hat. Das ist oft leichter gesagt als getan. Erst einmal muss man die medizinischen Informationen verstehen und sich dann auch noch zu Hause daran erinnern.

Die Stiftung Gesundheitswissen hat deshalb unter „So können Sie wichtige Infos leichter verstehen und behalten“ praktikable Tipps veröffentlicht. Wichtig ist, mit dem Arzt ins Gespräch zu kommen. Scheuen Sie sich nicht, Fragen zu stellen, sondern setzen Sie diese bewusst ein. Sollte dies zwischendurch nicht möglich sein, können Sie durch Rückfragen am Ende des Gesprächs sichern, dass Sie sich die relevanten Sachverhalte richtig im Gedächtnis einprägen. Sie können solche Fragen z. B. mit „Verstehe ich Sie richtig, dass…“ oder „Das bedeutet für mich…“ einleiten.

Diese Methode, „Teach-Back“ genannt, kann übrigens auch von den behandelnden Personen verwendet werden. Vielleicht hat er oder sie Sie ja schon einmal aufgefordert, die wichtigsten Punkte zusammenzufassen?

Wie Sie gut vorbereitet in ein Arztgespräch gehen und welche Fragen gegebenenfalls sinnvoll sind, hat die Stiftung Gesundheitswesen übrigens ebenfalls anschaulich erläutert unter Gut vorbereitet – so gelingt das Gespräch mit dem Arzt.

November 2020

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