Erster Welttag der Patientensicherheit

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Seit 2015 hat sich das Aktionsbündnis Patientensicherheit e. V. (APS) dafür eingesetzt, dass der Tag der Patientensicherheit in die Liste der internationalen Aktions- und Feiertage der Vereinten Nationen (UN) und der Weltgesundheitsorganisation (WHO) aufgenommen wird. Am 17. September findet nun zum ersten Mal der World Patient Safety Day – der Welttag der Patientensicherheit – statt.

Warum ein Welttag der Patientensicherheit?

Eine Stärkung der Patientensicherheit ist von großer Bedeutung: Laut WHO sterben weltweit jede Minute fünf Menschen wegen fehlerhafter Behandlung – sei es wegen falscher Diagnosen, falscher Medikamente oder zum Beispiel wegen Infektionen während der Behandlung. Unzureichende Patientensicherheit verursacht selbst in entwickelten Ländern wie Deutschland nach Schätzung der OECD etwa 15 Prozent aller Aktivitäten und Kosten in den Krankenhäusern.

An diesem ersten Welttag der Patientensicherheit soll in der Öffentlichkeit ein Zeichen gesetzt werden. So bittet die WHO darum, am 17. September Gebäude oder Touristenattraktionen orange anstrahlen zu lassen. Das offizielle Motto lautet: “Speak up for patient safety!“ – für den deutschsprachigen Raum „Mach dich stark für Patientensicherheit!“

Das Aktionsbündnis Patientensicherheit e. V. (APS) widmet sich seit 2005 dem Ziel einer sicheren Gesundheitsversorgung in Deutschland. Vertreter aller Gesundheitsberufe sowie der Patientenorganisationen haben sich hier zusammengeschlossen, um die Patientensicherheit zu fördern. Unterstützt wird der Verein von zahlreichen Akteuren im Gesundheitssystem, darunter die gesetzlichen Krankenkassen und auch die Private Krankenversicherung. Neben der Begleitung des APS fördert die PKV zudem eine weitere wichtige Institution, die zur Patientensicherheit beiträgt: die Stiftung Gesundheitswissen. Diese stellt qualitätsgesicherte Informationen zu verschiedenen Erkrankungen zur Verfügung. Dadurch erhalten Patienten ein höheres Wissen über ihre Krankheit und können so zu mehr Sicherheit beitragen.

Wenn Sie selbst einen Behandlungsfehler, eine falsche Medikation oder Ähnliches befürchten, haben sie je nach „Tatort“ unterschiedliche Anlaufstellen: die Unabhängige Patientenberatung Deutschland, Ärztekammern, Patientenfürsprecher und Beschwerdestellen im Krankenhaus. Informationen hierzu können Sie den unten verlinkten Artikeln entnehmen.

September 2019

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