Drastischer Anstieg bei den Krankmeldungen

Fast 560 Millionen Tage waren erwerbstätige Frauen und Männer im Jahr 2016 krankgeschrieben. Das lässt sich der Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der Linksfraktion entnehmen, die der Rheinischen Post vorliegt. Gegenüber 2008 ist das ein Anstieg um mehr als 60 Prozent. Die damit verbundenen volkswirtschaftlichen Kosten werden auf 75 Mrd. Euro geschätzt.

Höhere Gesundheitskosten durch den demografischen Wandel

Einen Grund für die enorme Steigerung sieht die Bundesregierung in der starken Zunahme der Erwerbstätigkeit im gleichen Zeitraum. Zugleich gebe es aber auch immer mehr ältere Arbeitnehmer, die im Durchschnitt mehr als doppelt so lange krank gemeldet seien wie jüngere Arbeitnehmer bis 39 Jahre.

Regelmäßig belegen auch die Daten der PKV, dass das Alter einen starken Einfluss auf die Inanspruchnahme von Gesundheitsleistungen hat (siehe hierzu auch die nebenstehende Grafik aus dem PKV-Zahlenbericht 2016).

Angesichts der demografischen Entwicklung wird deshalb eine entsprechende Vorsorge immer dringender benötigt. Welchen Beitrag die PKV leistet, um die nachfolgende Generation angesichts der steigenden Gesundheitskosten unserer alternden Gesellschaft zu entlasten, erfahren Sie auf https://www.zukunftsuhr.de/.

Rückenprobleme und psychische Erkrankungen als Treiber

Der Anstieg des Krankenstandes lässt sich aber natürlich nicht nur auf diese beiden Ursachen zurückführen. Die weitaus meisten Krankmeldungen gingen auf Krankheiten des Muskel-Skelett-Systems, also vor allem Rückenprobleme, zurück. Zudem mehren sich psychische Erkrankungen und Verhaltensstörungen.

Worin die Gründe für die hohen Krankenstände mit diesen Krankheitsbildern liegen, wird diskutiert. Unter anderem werden veränderte Arbeitsbedingungen und Belastungen am Arbeitsplatz, aber auch eine größere Akzeptanz von Erkrankungen und dadurch häufigere Diagnosen genannt.

Dessen ungeachtet gilt schlichtweg: Hier ist der Einzelne ebenso wie die Gesellschaft insgesamt gefragt. Zahlreiche private Krankenversicherungsunternehmen bieten ihren Versicherten Unterstützung an – in Form von Coachings, Online-Programmen, Disease-Management-Programmen u. ä. Es lohnt, sich, hier auf dem Laufenden zu bleiben oder im Bedarfsfall nachzufragen.

Mit einer Krankentagegeldversicherung der Arbeitsunfähigkeit vorbeugen

Für den Ernstfall sollten sich erwerbstätige Privatversicherte mit einer Krankentagegeldversicherung gegen Einkommensausfall absichern. Sie setzt ein, sobald der Arbeitgeber keine Lohnfortzahlung mehr leistet. Selbstständige können einen frühen oder auch späteren Auszahlungsbeginn wählen. Auch gesetzlich Versicherte können die Differenz zwischen Nettoeinkommen und gesetzlichem Krankengeld mit einer Zusatzversicherung ausgleichen. Hier erfahren Sie, welche acht Punkte zum Krankentagegeld Sie kennen sollten.

September 2018; Bildrechte: iStock-857090084

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