Behandlungskosten im Krankenhaus 2017 weiter gestiegen

Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes sind die Kosten für die stationäre Behandlung 2017 um 3,9 Prozent auf 91,3 Mrd. Euro gestiegen. Im Durchschnitt betrugen die Kosten je Patient/in 4.695 Euro und damit 4,4 Prozent höher als im Vorjahr. Diese Steigerung liegt deutlich über der allgemeinen Preissteigerung 2017 von 1,8 Prozent.

Hamburg bleibt mit 5.408 Euro je Behandlungsfall das teuerste Bundesland. Doch auch in drei weiteren Bundesländern (Baden-Württemberg, Berlin, Bremen) wurde erstmals die 5.000-Euro-Grenze überschritten. Etwa 60 Prozent der Kosten sind Personalkosten, der zweite große Posten sind Sachkosten, zu denen insbesondere Arzneimittel und anderer medizinischer Bedarf gehören.

Die Behandlungskosten der Krankenhäuser dürfen jedoch nicht mit den „Behandlungspreisen“ verwechselt werden. Seit 2004 werden die allgemeinen Krankenhausleistungen über Fallpauschalen, die einzelnen Diagnosen zugeordnet sind, abgerechnet. Die Fallpauschalen werden jährlich je Bundesland unter anderem auf Grundlage der Kosten berechnet und für sämtliche Kliniken (außer reine Privatkliniken) festgelegt.

Die Höhe der jeweils geltenden Fallpauschalen können Sie über unsere Krankenhaussuche in Erfahrung bringen: Auf der Übersichtsseite zu jedem Krankenhaus gibt es unter „Wählen Sie weitere Informationen zum Krankenhaus“ den Menüpunkt „DRG Fallpauschalen“. Möchten Sie sich über die Kosten für die Unterbringung im Ein- oder Zweibettzimmer informieren, ist dies dort ebenfalls möglich, unter dem Menüpunkt „Wahlleistungen“.

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