Apotheke: PKV zahlt extra für Botenlieferung

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Die treuesten Kunden von Apotheken sind chronisch Kranke. Während der gegenwärtigen Corona-Pandemie gehören aber gerade sie in der Regel zu den Risikogruppen, die möglichst wenig Kontakt zu anderen Menschen haben sollten. Um sie mit den notwendigen Arzneimitteln zu versorgen, bieten sich Botenlieferungen der Apotheke nach Hause an. Das gilt auch für Patientinnen und Patienten in Quarantäne oder häuslicher Isolation. Mit den Lieferungen reduziert sich zugleich das Infektionsrisiko für das Apothekenpersonal. Deshalb lassen sich momentan viele Menschen ihre Arzneimittel nach Hause bringen.

Bisher kostenlose Botenlieferungen jetzt mit Corona-Zuschlag

Der Gesetzgeber hat nun die Möglichkeit geschaffen, dass Apotheken sich ihre Lieferungen vergüten lassen können. Auf diese Weise können sie ihren Mehraufwand finanzieren. Wundern Sie sich deshalb nicht, wenn Sie für ein bereits häufiger gekauftes Medikament nun scheinbar mehr bezahlen müssen – auch wenn Sie es schon in der Vergangenheit zu Hause in Empfang genommen haben:

Die Apotheke darf pro Lieferung einen Zuschlag von 5 Euro zuzüglich Umsatzsteuer verlangen. Dies gilt bis zum 30. September 2020.

Ihr privater Krankenversicherer erstattet Ihnen selbstverständlich neben den Arzneimittelkosten auch diesen Zuschlag, wenn Sie Ihre Rechnung einreichen.

April 2020

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