Anhebung der Versicherungspflichtgrenze zum 1.1.2021

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Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer können nur dann in die Private Krankenversicherung (PKV) wechseln, wenn ihr Einkommen über der Jahresarbeitsentgeltgrenze – besser bekannt als Versicherungspflichtgrenze – liegt. Diese Grenze wird jährlich der allgemeinen Lohn- und Gehaltsentwicklung angepasst. Das Bundesarbeitsministerium hat im September den entsprechenden Referentenentwurf mit den Werten für 2021 vorgelegt. Dieser Entwurf muss noch vom Bundesrat beschlossen werden, was in der Regel später im Herbst erfolgt. Bis dahin sind die Werte als vorläufig zu betrachten.

Versicherungspflichtgrenze 2021  1.800 Euro höher

Ab 1. Januar 2021 liegt die Versicherungspflichtgrenze voraussichtlich bei 64.350 Euro. Das bedeutet: Abhängig Beschäftigte müssen mehr als 64.350 Euro (brutto) im Jahr verdienen, um sich privat versichern zu können.

Zugleich gilt: Privatversicherte Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, die weniger verdienen, werden zum 1. Januar 2021 versicherungspflichtig in der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV). Wer weiterhin privat versichert bleiben möchte, kann sich allerdings von dieser Versicherungspflicht befreien lassen. Nach dem Sozialgesetzbuch Fünf kann einen entsprechenden Antrag stellen, „wer versicherungspflichtig wird wegen Änderung der Jahresarbeitsentgeltgrenze“. Die Befreiung von der Versicherungspflicht ist unwiderruflich.

Für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, die Ende 2002 ein Einkommen über der damaligen Versicherungspflichtgrenze hatten und privat versichert waren, gilt eine niedrigere Versicherungspflichtgrenze von voraussichtlich 58.050 Euro (2021).

Wie hoch der maximale Arbeitgeberzuschuss zur privaten Krankenversicherung 2021 voraussichtlich sein wird, ist mittlerweile ebenfalls bekannt.

November 2021

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