Alternative Wohnformen für Pflegebedürftige

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Selbstbestimmt leben bis ins hohe Alter, das ist der Wunsch vieler Menschen. Bei eintretender Pflegebedürftigkeit ist der Umstand, den eigenen Haushalt aufgeben und in eine stationäre Einrichtung umziehen zu müssen, für viele nicht vorstellbar. Doch gibt es Alternativen. Neben den klassischen stationären Pflegeheimen sind Pflege-Wohngemeinschaften, Mehrgenerationenhäuser und Quartiersmodelle neue Wohnformen. Diese bieten die Möglichkeit, möglichst unabhängig zu bleiben und zugleich auf bestmögliche pflegerische Unterstützung sowie medizinische Versorgung zurückzugreifen. 

Pflege-Wohngemeinschaften

Wer in einer Pflege-Wohngemeinschaft (Pflege-WG) leben möchte, kann bei verschiedenen Trägern fündig werden. Diese bieten entsprechende WGs oft als „ambulant betreute Wohngemeinschaften“ an. Pflegebedürftige oder ihre Angehörigen können aber auch selbst eine Pflege-WG ins Leben rufen. In diesem Fall organisieren die Bewohnerinnen und Bewohner bzw. zumeist ihre Angehörigen die Versorgung und Pflege selbst. Selbstorganisierte Pflege-WGs erfordern mehr Eigeninitiative, haben gegenüber den Trägermodellen aber auch finanzielle Vorteile.

Mehrgenerationenhaus

In einem Mehrgenerationenhaus leben verschiedene Generationen in einem Gebäudekomplex zusammen. Es ist ein Ort der Begegnung und gegenseitigen Unterstützung. Durch das bewusste Miteinander von Jung und Alt können und sollen soziale Kontakte, Hilfestellungen und Betreuung entstehen. Ein Mehrgenerationenhaus wird oft von Trägern der freien Wohlfahrtspflege unterhalten und steht allen Menschen offen, unabhängig von Alter und Herkunft. Aktuell nehmen 540 Häuser bundesweit an dem Programm „Mehrgenerationenhaus“ teil.

Quartierswohnen

Beim Quartierswohnen handelt es sich um neue städtische Wohn-Konzepte im vertrauten Umfeld. Im Vordergrund steht der Gedanke, die unterschiedlichen Bedürfnisse der dort lebenden Menschen zu verbinden. Dabei werden Strukturen und Beziehungen aufgebaut, in denen professionelle, familiäre, ehrenamtliche und nachbarschaftliche Hilfen kombiniert werden. Jedes Quartierskonzept ist individuell. Die Bewohnerinnen und Bewohner sowie ihre Angehörigen werden unterstützt, verantwortlich an der Umsetzung mitzuwirken.

Beratung bei der Suche nach einem neuen Zuhause

Es ist keine leichte Entscheidung, die richtige Wohnform für sich selbst auszumachen und dann auch das passende Angebot zu finden. Hier können die Pflegeexpertinnen und -experten von „compass private pflegeberatung“ helfen. Sie sind intensiv in den Regionen vernetzt und bestens darüber informiert, wie sich die Pflegelandschaft in den Regionen gestaltet und was sie bietet.

Die compass private pflegeberatung steht Ratsuchenden unter der kostenfreien Service-Nummer 0800 101 88 00 montags bis freitags von 8-19 Uhr und samstags von 10-16 Uhr zu Verfügung.

Mehr Informationen zum Thema gibt es unter: www.pflegeberatung.de

 

 

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