Patientenverfügung: Welche Hilfe gibt es für Privatversicherte?

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In Deutschland soll jeder Patient die Möglichkeit haben, seine Einwilligung zu einer ärztlichen Behandlung zu geben. In manchen Fällen kann das aber schwierig bis unmöglich sein, etwa nach einem Unfall oder bei Demenz. Die körperliche oder geistige Verfassung des Patienten können ihn daran hindern, sein Einverständnis oder seine Ablehnung der Behandlung gegenüber dem Arzt zu äußern. Eine schriftliche Patientenverfügung ermöglicht, für diesen Fall vorsorglich festzulegen, welche Eingriffe Patienten wünschen oder ablehnen.

Stiftung Gesundheitswissen: Wofür brauche ich eine Patientenverfügung?

Für eine schriftliche Patientenverfügung sollte man sich Zeit nehmen. Es ist ratsam, sich hier professionelle Unterstützung zu suchen. Über eine Krankheit oder sein Lebensende nachzudenken, fällt vielen Menschen schwer. Noch schwieriger ist es, darüber zu sprechen. Umso wichtiger ist eine professionelle und empathische Beratung.

Wo kann ich mich als Privatversicherter zur Patientenverfügung beraten lassen?

Für Privatversicherte gibt es unterschiedliche Ansprechpartner. Grundlegende Fragen rund um die Vorsorgeplanung und Patientenverfügung beantwortet die compass private pflegeberatung. Die compass-Berater verfügen über eine spezielle Qualifikation zum Thema Patientenverfügung; sie sind zudem geschult, um sensible Themen entsprechend rücksichtsvoll und verständlich zu vermitteln.

Die Beratung soll den Versicherten genau die Informationen an die Hand geben, damit sie über ihre Versorgung in der letzten Lebensphase entscheiden können. Das Ziel ist, dass der Ratsuchende sich bewusst für oder gegen eine Patientenverfügung entscheiden und die Inhalte bestimmen kann. Die Berater helfen etwa auf Grundlage der Textbausteine des Bundesministeriums der Justiz und des Verbraucherschutzes eine Patientenverfügung zu erstellen.    

Eine compass-Beratung ersetzt allerdings keine medizinische Beratung, denn eine fachkundige medizinische Einschätzung kann nur ein Arzt erbringen. Er kann zum Beispiel dabei helfen, die möglichen Folgen für den Gesundheitszustand einzuschätzen, die durch die jeweiligen Festlegungen in der Patientenverfügung entstehen können. Die ärztliche Beratung kann auch eine bestehende Erkrankung berücksichtigen.    

Wer übernimmt die Kosten für eine Beratung?   

Die Beratung von compass ist kostenfrei. Die Beratungsleistungen von Ärzten oder beratenden Dritten, beispielshalber in Pflegeeinrichtungen, können dem Versicherten dagegen in Rechnung gestellt werden. Die Kosten einer ärztlichen Beratung erstattet für gewöhnlich der Krankenversicherer. Es empfiehlt sich dennoch, die Frage zu Kostenübernahme vorab mit seinem Versicherer zu klären. Wenn ein Privatversicherter sich in einer Pflegeeinrichtung beraten lassen möchte, sollte er ebenfalls mit seinem Versicherer die Kostenerstattung besprechen.

Juni 2019

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