Me-too-Präparate

Me-too-Präparate werden patentierte Arzneimittel genannt, die lediglich eine geringfügige Variation bekannter Wirkstoffe enthalten. Viele dieser Präparate sind Scheininnovationen, die keine wesentlichen Vorteile gegenüber bereits eingeführten Präparaten haben, aber wesentlich teurer sind.

Seit Inkrafttreten des Arzneimittelmarktneuordnungsgesetzes (AMNOG) am 1.1.2011 müssen alle neuen Arzneimittel darauf untersucht werden, ob sie für die Patienten einen Zusatznutzen bieten oder nicht. Über Arzneimittel mit einem nachgewiesenen Zusatznutzen werden Preisverhandlungen geführt. Die vereinbarten Erstattungsbeträge gelten auch für Privatversicherte. Für Arzneimittel ohne nachgewiesenen Zusatznutzen wird ein Festbetrag im Bereich der gesetzlichen Krankenversicherung festgesetzt.

Hersteller haben durch die Neuregelungen einen größeren Anreiz, die Entwicklung echter Innovationen voranzutreiben.