Höchstrechnungszins

Der Höchstrechnungszins, irrtümlich auch Garantiezins genannt, legt den Zinssatz fest, der für die Prämienberechnung und die Berechnung der Alterungsrückstellung höchstens verwendet werden darf. Er beträgt in der Privaten Krankenversicherung 3,5 Prozent (§ 4 Kalkulationsverordnung).

Wenn ein Unternehmen diesen Wert bei der Prognose zur Verzinsung seiner Kapitalanlagen nicht erreicht, ist es gehalten, mit dem niedrigeren erwirtschafteten Zins zu kalkulieren. Eine solche Absenkung des Rechnungszinses ist für neue Tarife jederzeit möglich. Bei Bestandsversicherten kann und muss der Rechnungszins bei einer solch abgesenkten Prognose bei der nächsten Beitragsanpassung abgesenkt werden. Solange der Rechnungszins im Bestand aber erreicht wird, darf er nicht gesenkt werden.

Wenn der Marktzins über dem rechnungsmäßigem Zins liegt, entstehen Zinserträge, die versicherungsmathematisch als „Überzinsen“ bezeichnet werden.