Überzinsen

Mit dem Begriff Überzinsen werden die erwirtschafteten Kapitalerträge bezeichnet, die über dem in der Kalkulationsverordnung (KalV) genannten Höchstrechnungszins von 3,5 % liegen. Ursächlich für das Entstehen von Überzinsen ist der Umstand, dass die Private Krankenversicherung ihre Beiträge nach dem Kapitaldeckungsverfahren kalkuliert und Alterungsrückstellungen bildet. Diese werden in Form von Kapitalanlagen über die Jahre verzinslich angelegt. Die dabei entstehenden Kapitalanlageerträge oberhalb des Höchstrechnungszinses lassen Überzinsen entstehen.

Die Überzinsen, die über den Rechnungszins hinaus entstehen, werden insbesondere für zusätzliche Beitragsentlastungen im Alter oder für Beitragsrückerstattungen verwendet. Konkret müssen mindestens 90 % der Überzinsen dem Versicherungskollektiv zufließen. Ein wesentlicher Teil wird dabei zur Beitragsentlastung im Alter unmittelbar für die über 65-Jährigen verwendet. Überzinsen tragen damit direkt zur Stabilität der Beiträge im Alter bei.